Der STURM, ein Forumtheater, sehr frei nach William Shakespeare

Uraufführung Fr. 27.5.2011 mittags mit anschließender Premierenfeier im KiEZ Bollmannsruh am See
öffentliche Generalprobe - vor allem auch für pädagogische KollegInnen am Donnerstag 26.5.2011 Abend / Nacht (vielleicht auch noch Feuer am See)

Sie sitzen an einem lauschigen Abend in einem Amphi-Theater unweit vom See auf Ihrem mitgebrachten Polster und hören vom STURM, den ein Zauberer und sein Luftgeist angezettelt haben ...
oder wir mussten uns in den großen Saal des Kinder- und JugendErholungsZentrum Bollmannsruh retten und lauschen von dort dem STURM?

Die Szenen sind plötzlich sehr heutig, nicht fast 500 Jahre alt und die Jugendlichen spielen so, dass Sie fast aufspringen wollen, um zu zeigen, wie das zu ändern, ist, was die dort spielen?
Dann sind sie in einem Forumtheater, das genau dafür vor fünfzig Jahren in Südamerika entwickelt wurde. Beide Theaterformen spielen zusammen.

Der STURM steht bevor: Die Zukunft wird unruhiger, wir müssen uns und unseren Nachwuchs darauf vorbereiten, eine Aufgabe des Lions Quest, der sich auch Lions Brandenburg stellen will.
Eine Theaterwoche für eine 9. Klasse der Otto-Tschierch-Oberschule der Stadt Brandenburg wird aus einer Idee,
dem beinahe-Nichts und etlichen Instrumenten sowie einigen Säcken Recycling-Material in einer Woche ein Stück zaubern:

Der Fürst Prospero verlor sich in der persönlichen Magie: Übernimmt er jetzt Verantwortung für das Gemeinsame und sein Herzogtum?
Auf der Insel, auf die er sich mit seiner Tochter Miranda zurückgezogen hat, fand er den Breite_Szene_Bollmannsruh.JPG Ariel von der Hexe Sycorax gefangen vor,
und knechtet nun dort Caliban, den Sohn der Hexe, von der uns Shakespeare nicht viel verriet, außer, dass dass sie tot und er missgestaltet sei ...

Eine Hochzeitsgesellschaft strandet und wird - nach Bedarf - von Ariel wiederbelebt, Miranda verliebt sich in den Prinzen ... welche Kostüme werden dazu entstehen?

Keine Angst: Die Schüler werden weder Shakespeare rezitieren, noch werden wir die ganze Geschichte erzählen, dafür gibt es bequemere Filme und Theater ...
aber wir nutzen die Geschichte, um die aktuellen Stürme und Tsunamis zu verarbeiten und uns auf nächste Ereignisse vorbereiten:
Spanische Demonstrationen in unseren Städten, Energie- und Rohstoff-Fragen und der mehr oder weniger rohe Umgang damit: Interessen sichern oder fair handeln?

Die Schülerinnen und Schüler werden Szenen aus ihrem eigenen Leben einflechten, die ihnen ähnliche Aufgaben stellen, die in diesen Tagen entstehen.
Etwas Mahagonny könnte das aktuelle Kultur-Jamming abrunden: "Wir brauchen keinen Hurrikan, wir brauchen keinen Taifun, denn was der an Schrecken bringen kann, das können wir selber tun!"

Die Themen und Szenen der Schüler werden die Sache bestimmen, die in der Mitte steht:
Szenen unserer Vorbereitung, die immer gnadenlos schief gehen.
So wird das Publikum die Aufführung am Ende lösen müssen:
Es wird Forumtheater, wie es Augusto Boal entwickelte.
Wer aus den Zuschauerreihen eine Idee erproben will, kommt in die Szene.

Ermöglicht uns das Wetter ein Freilufttheater in Bollmannsruh oder findet die Rettung im Saale statt?
Sie können dabei sein, Karten sind nicht nötig, eine Spende ist Lions Quest herzlich willkommen, denn die Rettung der Üerlebenden soll gefeiert werden!

Fritz Letsch http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Fritz_Letsch Vorbereitungszeit
zuerst weiß niemand etwas.
die schauspieler wissen nicht viel,
aber der, der sie unterrichtet,
darf gar nichts wissen,
und muß erst während des unterrichts
alles lernen
über sich
und seine kunst.
das wird für sie eine entdeckung sein,
und auch für ihn.
jean genet
briefe an roger blin

Deutsche Metalcore Band Caliban (kein Vorbild)
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zuerst weiß niemand etwas.
die schauspieler wissen nicht viel,
aber der, der sie unterrichtet,
darf gar nichts wissen,
und muß erst während des unterrichts
alles lernen
über sich
und seine kunst.
das wird für sie eine entdeckung sein,
und auch für ihn.
jean genet
briefe an roger blin