Statuen bauen kann jedeR in wenigen Minuten lernen, sie zu lesen und interpretieren, verstehen und Veränderungspunkte zu entdecken, dauert etwas länger und braucht Übung.

Fünf Schritte zur Szene:

  1. Eine Person nehmen, sie ist mit der Hand verbunden, das Gesicht bewegt sich wie die Hand
  2. Die Person "einfrieren": Sie bleibt in der Haltung
  3. Gestalten von Haltung, Armen und Beinen
  4. Das Gesicht wie in einem Spiegel zeigen
  5. Die Augen auf einen Reaktionspunkt, einen Satz, ein Wort, einen Ton

Dann kommt die heiße Frage: Wie kommen wir zur Spielszene?
Die fünf Tabubereiche sind ein Ansatzpunkt, heimliche Geschichten aufzuspüren ... aber noch lange kein Anfang:
zerrissen.jpg
Den machen wir mit dem Erzählen kurzer eigener Erlebnisse von Angst / Ärger / ... in einer kleinen Gruppe. Den kurzen Erzählungen folgt die Entscheidung für eine prägnante / gemeinschaftliche Geschichte und der Auftrag an eineN RegisseurIn, die das Schlußbild stellen soll.

Die Vorgeschichte kann dann schon wieder gemeinschaftlich entstehen, vor allem aus unseren eigenen Sätzen in der Situation, die wir uns am Besten merken können.


Sie entstehen immer neu aus den generativen Themen der Teilnehmenden,
und oft als Antwort auf eine schlichte Frage: Was hat dich zuletzt geärgert?
Wo fühlst du dich am meisten unter Druck?
Wie ist für dich eine typische Haltung von "Unter Druck sein"?

Aus einer einzelnen Statue kann eine dialogische Szene entstehen,
wenn wir ein Gegenüber hinzufügen, vielleicht in mechanischer Reaktion andauernder Wiederholung.

Wenn die Szene klar und verständlich ist, wird das Publikum sofort darauf reagieren.
Dafür brauchen wir manchmal Hinweise des Joker, (bzw. dieser vorher die Information der aufstellenden Person), auf welchen kulturellen Denk-und Sprachhorizonten die Situation entstanden ist: Alter, Rolle, Bindungen, Verbote, ...

Beispiele und praktisches Vorgehen:
http://forumtheater.wikispaces.com/Konflikt-Aufstellung